Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation
Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt
Technische Universität München

Nationales Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens „BIM Deutschland“ nimmt Arbeit auf


29. Januar 2020. Das nationale Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens „BIM Deutschland“ zielt
auf ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen im Infrastruktur- und Hochbau ab. Staatssekretärin Dr.
Tamara Zieschang (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und Staatssekretärin Anne
Katrin Bohle (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) haben heute die Geschäftsstelle des
Zentrums eröffnet. Beide Bundesministerien betreiben das Zentrum gemeinsam. Mit der digitalen
Planungsmethode BIM – Building Information Modeling – soll zukünftig über den gesamten
Lebenszyklus eines Gebäudes eine solide Datengrundlage zur Verfügung stehen. Bereits bei der
Errichtung des Bauwerks führt dies zu mehr Kosten-, Qualitäts- und Termintreue.


Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur:
„Unser Ziel ist es, die Digitalisierung des Bauwesens in Deutschland voranzutreiben. Großprojekte
können damit schneller, effizienter und günstiger umgesetzt werden. Darum setzen wir ganz im Sinn von
Open BIM auf den Austausch von Daten auf Basis offener Standards. Von der verbesserten
Kostenkontrolle und Planbarkeit profitieren wir als Bund und die Baubranche gleichermaßen.“
Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: „Mit BIM
Deutschland schaffen wir die Grundlagen, die Potenziale der Digitalisierung auszuschöpfen und
Synergieeffekte zu nutzen. Die Anwendung digitaler Methoden ermöglicht es uns Prozesse effizienter zu
gestalten. Wir wollen im Bundesbau hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Unter dem Dach von BIM
Deutschland werden Experten aus allen Bereichen des Bauwesens zusammenarbeiten. BIM Deutschland
wird die erarbeiteten Informationen, Standards und Produkte offen zur Verfügung stellen. Davon
profitieren letztlich alle.“

Dr. Jan Tulke, Geschäftsstelle BIM Deutschland: „BIM Deutschland unterstützt den Bund insbesondere
mit Beratung, Koordination und Qualitätssicherung seiner nationalen und internationalen BIMAktivitäten.
Über die Planungs- und Ausführungsphase hinaus werden auch Strategien für die BIMNutzung
in der Betriebsphase und die nächsten Schritte nach 2020 entwickelt. Ein wichtiges Angebot
wird das BIM-Portal sein, über das allen Anwendern im Bau breit gefächerte Informationen, Muster,
Vorgaben und Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden.“


BIM Deutschland betrachtet bei seiner Arbeit den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken – also das
Planen, Bauen, Betreiben und ggfs. Rückbauen von Bauwerken im Hoch- und Infrastrukturbereich. Es
führt Aktivitäten, Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz von BIM auf nationaler und internationaler
Ebene zusammen und stellt dieses Wissen der gesamten Wertschöpfungskette Bau zur Verfügung. Dazu
entwickelt BIM Deutschland Handlungsempfehlungen, einheitliche Vorgaben für öffentliche
Auftraggeber des Bundes, eine Normungsstrategie sowie Konzepte für BIM-spezifische Aus- und
Fortbildung. Kernstück ist die Einrichtung eines BIM-Portals, das die gewonnene Expertise vermittelt und
das Vorlagen für die vereinfachte Nutzung der BIM-Methode enthält.


Weitere Termine: BIM Deutschland wird auf den Fachmessen digitalBau (11. bis 13. Februar 2020 in
Köln, Halle 7, Stand 345) und bautec (18. bis 21. Februar 2020 in Berlin, Halle 4.2, Stand 4303) vertreten
sein.

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